Künstler: wokli adamohm


Künstler wokli adamohm

Ich erblickte an einem kalten, schneereichen Februartag das Licht der Welt in Gestalt einer finster dreinblickenden 40 Watt Glühbirne welche an diesem Tage ihren Dienst in dem betreffenden Zimmer verrichtete. Dieser Anblick hat mich in der Folgezeit wohl geprägt denn es ergab sich daraus für mich aus einem „40 Watt beleuchteten Ausstieg“ aus dem mütterlichen Schutzbereich, die fortwährende Suche nach dem besseren Licht dieser Welt.
Offensichtlich hatte man während meiner Kindheit mein wahres Interesse aufgrund meiner, zugegebenermaßen nicht ganz akzentfreien Sprachbeherrschung nicht verstanden oder einfach ignoriert und so überbrückte ich diesen Fels auf dem Wege meiner Suche als geduldiger Beobachter aus dem kindlichen Laufstall heraus, der zuvor die Funktion eines Kaninchenstalles bekleidete. Mein Bruder war zur damaligen Zeit ein ortsbekannter Kaninchenzüchter den man aufgrund seiner Zuchterfolge mit vielen Pokalen bedacht hatte.
Einen topographischen Überblick sicherte mir von unserem Haus aus die Aussicht über ein Flusstal und die Wiesen, Felder und Wälder hinweg welche in der Ferne lediglich von einer, wenn auch überwindbar erscheinenden Bergkette begrenzt wurden. Diesen Vorzug über vieles hinweg sehen zu können vermittelte mir wohl schon von frühester Kindheit an auch eine gewisse Gelassenhheit beim Betrachten scheinbarer Hindernisse und Probleme.

Die Tatsache, dass unser Haus mit einem gegenüberliegenden Klosterhof in einem lockeren aber lebhaften Dialog stand, förderte in diesem Spannungsfeld auch bei mir ein bestimmtes Maß an Traditionsbewusstsein. Anders kann ich mir jedenfalls meine spätere Gefühlsregung im Zusammenhang mit Marschmusik nicht erklären welche mich, zugegebenermaßen auch noch heute manches Mal, fast zu Tränen rührt und dieses Phänomen hat wohl folgenden Hintergrund :
Marschmusik bekam ich als Kind immer nur sonntags zu Gehör. Sie selbst entsteht im
Spannungsfeld zwischen christlicher Glaubenstiefe und einem asozialen Lebensstil und sie dröhnte, nachdem heimatliche Weisen aus dem Radio im Anschluss an’s Kirchenglockengeläut, welches vom Turm der gegenüberliegenden Kirche meine sonntägliche Festtagesstimmung weiter emotional sensibilisiert hatten, jeden heiligen Sonntag Mittag aus dem geöffnetem Fenster der Küche des am Eingang des Klosterhofes gelegenen Bauernhauses und drang, begleitet vom köstlichsten Duft den sich ein Mensch vorstellen kann, in die angrenzenden Straßen unseres immer sonntags unschuldigen Dorfes :
Es war der Duft eines Sonntagsbratens.... Und diesen Sonntagsbratenduft vermochte nur ein einziger Mensch auf der Welt hervorzuzaubern, er war Bäuerin und hieß Emma. Und Emma .............................mehr Text sowie weitere Bilder,- Größen,- Ausführungen, Bestellung und die AGB siehe unter: www.adamohm.de.to





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